WAS ALLE (DIGITAL-) MARKETER WISSEN MÜSSEN: FACEBOOK F8. DANKE, HERBERT!

F8 Conference

FACEBOOKS NEUER MESSENGER IST DAS GRÖSSTE SEIT FACEBOOK SELBST.

In einer Nussschale: Facebooks Messenger ist der große, bisher nicht dagewesene Baustein zur wirklichen medialen Weltherrschaft. Warum? Relativ einfach überzeugen Zahlen:

. 900 Millionen(!) Facebook-Messenger-Nutzer

. über 1 Mrd WhatsApp-Nutzer (Ja, WhatsApp gehört auch Facebook)

Oder anders: Facebook erreicht allein mit seinen Messenger-Diensten kumuliert über ein Viertel der Weltbevölkerung. Auch in Deutschland ein paar.

Jetzt steigt Facebook in die Konversationen direkt ein. Naja, nicht Facebok selbst. Vielmehr haben Unternehmen die Chance direkt einzusteigen. Der feuchte Traum eines jeden (Digital-) Marketers wird damit wahr.

Mark Zuckerberg on stage at Facebook's F8 Developers Conference 2015

WAS HAT DAS MIT MIR ZU TUN?

Ganz einfach: Mark Zuckerberg setzt u.a. auf KI = Künstliche Intelligenz. Dafür hat er bei der Entwicklerkonferenz F8 mitten im April 2016 gleich ein paar Sachen im Gepäck, die wirklich erstaunen. Denn, mit dem neuen Messenger gibt es einige Neuerungen, die vor allem für werbetreibende Unternehmen als auch für Online-Shops äußerst interessant sein werden. Denn, die von Facebook angekündigten Chatbots sollen Telefon-Hotlines, Service-Apps und alle möglichen Service-Plattformen schlichtweg entbehrlich machen. Was früher ein Mensch erledigte, macht heute ein Roboter. Besser gesagt, ein Algorithmus. So einer, wie in Mark Zuckerberg gerne hätte: immer freundlich, stets allwissen und fleißig Daten an das FB-Headquarter sendend.

CHATBOTS ÜBERNEHMEN DEN SERVICE.

Die Nutzer können auf verschiedenen Wegen mit dem Chatbot eines Anbieters in Kontakt treten: zum Beispiel klassisch über dessen Facebook-Seite oder über Social Plugin-Buttons von dessen Webseite aus. Zusätzlich erlaubt die Funktion „Customer Matching“ einen Verbindungsaufbau des Unternehmens mit dem Nutzer anhand von dessen Mobilfunknummer. Hierfür checkt Facebook die Handynummer mit den im System gespeicherten Telefonnummern des Mitglieds. Das wird die Datenschützer freuen. Vor allem die in Schlesweig-Holstein.

CHATBOTS ÜBERNEHMEN DEN VERKAUF.

Ja, genau! Richtig, gelesen! Nach Marks Vorstellungen werden bald Bots direkt etwas verkaufen: Statt sich durch Web-Shops zu klicken, sollen potenzielle Kunden mit Online-Shops chatten und dort kaufen. David Marcus, ehemaliger Paypal-Chef und inzwischen bei Facebook für die Messaging-Produkte zuständig, zeigte wie das zukünftig geht: Der vorgestellte Chatbot der Modekette Spring fragte ersteinmal nach der Art der gewünschten Sneakers, dann nach der Preisspanne und stellte auf Basis dieser Informationen schließlich mehrere Modelle zur Auswahl vor. Antippen und fertig ist die Bestellung. Hä? Genau! Bezahlt wird nämlich IM Messenger direkt. Ganz einfach.

CHATBOTS SIND SICHER. UND IMMER ERREICHBAR.

Klar, kein Facebook-Lüftchen, ohne Orkanwarnung bei Sicherheitsbeauftragten. Verständlich. Denn Chatbots sollen idealerweise nicht von Facebook selbst, sondern von den Unternehmen gebaut werden. Hierfür steht schon eine Betaversion des Messengers für Entwickler bereit. Inklusive Schnittstelle und Templates. Das heißt, was?

Mark Zuckerberg on stage at Facebook's F8 Developers Conference 2015

UNTERNEHMEN MACHEN SICH IHRE PERFEKTE CUSTOMER JOURNEY.

Weil der Chatbot den Kunden immer wieder erkennt, soll dieser direkt auf ihn zugeschnittene Empfehlungen bekommen und das Programm soll – bspw. im Unterschied zu einem Call-Center – immer sofort reagieren. Die Konversation bleibt dabei ständig in Bewegung, auch wenn der Kunde nicht sofort antwortet. Ja, während der Mensch schläft, läuft die Maschine. Spätestens bei der nächsten Nutzung des Chat-Programms erinnert der digitale Verkäufer an das begonnene Beratungsgespräch.

SPONSORED POSTS. ODER WIE MAN ALS UNTERNEHMEN IN DIE KONVERSATIONEN VON MENSCHEN KOMMT.

Geld verdienen ist wichtig, Auch für Facebook. Damit FB mit seinem Chat-Programm zukünftig Geld verdienen kann, wird bereits die Möglichkeit von „Sponsored Posts“ getestet. So geht’s: Unternehmen können gegen Bezahlung gezielt Direktnachrichten an bestimmte Empfänger schicken. WOW! Der feuchte Traum eines jeden Marketers! Eine Kleinigkeit: Dazu muss der Nutzer allerdings zuvor Kontakt mit dem Werbetreibenden aufgenommen haben.

Und Facebook? Da Facebook mit der Bereitstellung der Schnittstelle (Neudeutsch API) zum Türsteher der Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen wird, ist davon auszugehen, dass es dafür auch bestimmte Regeln geben wird. So wie bei den Guidelines für Fan-Pages.

Natürlich soll es dabei keine nervige Werbung sein. Oder gar Spam. Das verspricht Facebook mit seinem „Kindergarten-Drei-Finger-Hoch-Schwur“. Und wir glauben es natürlich. Denn Spam nervt. Und Werbung treibt zur nicht werbenden Konkurrenz. Dafür soll es bei Facebook idealerweise so lauten: „Schön, dass Sie sich für Produkt XYZ interessierten. Jetzt ist es wieder lieferbar.“

DANKE!

Wir sagen: herzlichen Dank an Facebook! Denn jetzt können wir noch besser auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Und noch bessere Leads, Sales und Ergebnisse liefern.

ODER AUCH NICHT.

Denn irgendwann ist auch Schluss mit nerviger Werbung und „Services“. Irgendwann heißt es auch „Der Mensch heißt Mensch“! Danke, Herbert.

 

Posted on 18. April 2016 in Facebook, Innovation, München

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